Werden jetzt die Schiris knapp?

Die Schiedsrichter kämpfen mit einem Nachwuchsmangel, die Personaldecke ist dünn. Verschärft die Coronakrise diese Situation, indem sie Rücktrittsentschlüsse älterer Unparteiischer beschleunigt?
Ein Stimmungsbild.

Passau. Unparteiische im fortgeschrittenen Alter bilden das Fundament des niederbayerischen Schiedsrichter-Wesens: Sie pfeifen haufenweise Juniorenspiele, leiten die Reserve-Partien und manche stehen auch bei lauf-intensiveren Kreisliga-Duellen im Dienste der Fußballer/innen auf dem Feld. Verantwortliche wie Bezirks-Schiedsrichter-Obmann Robert Fischer (54 / siehe Interview rechts) werden nicht müde zu betonen, wie wichtig die Ü50-Schiris für den Spielbetrieb sind. Dass diese Achse irgendwann wegbrechen und eben nicht mehr pfeifen wird, ist nur natürlich. Sorgen bereitet aber die Frage, ob die Corona-Krise als Beschleuniger wirkt? Immerhin zählt das Robert-Koch-Institut Menschen ab 50 zur Gruppe mit erhöhtem Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung, zweitens wurde seit über vier Monaten kein Spiel mehr angepfiffen. Viel freie Zeit. Daran kann man sich gewöhnen.


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