Schlagabtausch bei Putin-Telefonat

Vier Tage vor Kriegsbeginn spricht Macron mit dem Kremlchef. Nun ist das Protokoll dazu veröffentlicht worden. Putin wehrt jegliche Friedensbemühungen ab – dann will er lieber Eishockey spielen.

Paris. Mit Kremlfürst Wladimir Putin zu sprechen, zumal am Telefon, ist offenbar auch dann alles andere als ein Vergnügen, wenn man sich wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stets bemüht hat, ein halbwegs vernünftiges Verhältnis mit dem russischen Staatsoberhaupt aufrecht zu erhalten. Am 20. Februar jedenfalls, vier Tage vor dem russischen Überfall auf die Ukraine, platzt dem Franzosen der Kragen. "Ich schere mich einen Dreck um die Forderungen der ukrainischen Separatisten", schimpft Macron und fügt hinzu: "Ich weiß nicht, wo dein juristischer Berater Jura studiert hat, aber seit wann werden Gesetzestexte in einem souveränen Land von Separatisten ausgearbeitet und nicht von seiner demokratisch gewählten Regierung?"


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