InterviewAiwanger zum Corona-Lockdown: "Kollateralschäden werden zu groß"

Bayern steht womöglich vor einem Koalitionskrach. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) denkt laut über Corona-Lockerungen nach – ganz im Gegensatz zu Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Herr Aiwanger, kommt jetzt bald ein Ende des Lockdowns?
Hubert Aiwanger: Nach einem Vierteljahr Lockdown wird es Zeit, dass wir den Menschen und der Wirtschaft auch langsam mal wieder positive Perspektiven anbieten. Voraussetzung ist natürlich, dass wir verschont bleiben von explodierenden Infektionszahlen durch die Virus-Mutationen, wie es andere Länder gerade erleben. Würde das passieren, sind Lockerungsgedanken erst mal vom Tisch. Aber jenseits der Mutation sehen wir, dass die Infektionszahlen sinken, und zwar deutlich. Die Zahl der Regionen mit einer Inzidenz von 200 Neuinfektionen je 100000 Einwohner pro Woche geht spürbar zurück, die bayernweite Inzidenz nähert sich sogar schon wieder der Marke von 100. Zugleich werden immer mehr Menschen geimpft sein. Da wird es politisch und rechtlich immer schwerer, die Einschränkungen aufrechterhalten zu wollen.


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