CDU-Chef Laschet wertet Wahlergebnis als "Signal der Einheit"

Mit dem offiziell als Parteichef bestätigten Armin Laschet geht
die CDU ins Superwahljahr 2021.

Stuttgart/Berlin. Unter Führung von Armin Laschet nimmt die CDU Kurs auf die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am 14. März. Auf digitalen Parteitagen wollen die beiden Landesverbände heute parallel (ab 10 Uhr) ihr Wahlprogramm beschließen. Beide Parteitage sollen digital stattfinden. In Stuttgart wird der frisch gewählte CDU-Bundeschef Armin Laschet am Nachmittag persönlich erwartet – er wird ausgerechnet dort eine Rede halten, wo sein Konkurrent Friedrich Merz stets besonders viele Anhänger hatte. Die Delegierten in den beiden Ländern erhoffen sich von der Bundespartei Rückenwind für die Wahlen.
Die Wahl des NRW-Ministerpräsidenten Laschet zum neuen Bundesvorsitzenden der CDU ist seit gestern offiziell: Er erhielt bei der Briefwahl der CDU-Parteitagsdelegierten 83,35 Prozent der gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 98 Prozent. Laschet wertete das Ergebnis als "ein Signal der Einheit der Union" und versprach, die unterschiedlichen Strömungen in der Partei zusammenzuführen.
Angesichts der bevorstehenden Abstimmungen im Superwahljahr 2021 rief Laschet die Partei zur Geschlossenheit auf. "Nur zusammen werden wir diese große Wahlherausforderung bestehen", sagte er in einem kurzen Statement nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Er sei dankbar dafür, dass offenbar auch Anhänger seiner unterlegenen Mitbewerber Friedrich Merz und Norbert Röttgen für ihn gestimmt hätten. Er wolle als neuer CDU-Chef dafür sorgen, "dass die christlichen, liberalen und konservativen Wurzeln sichtbar bleiben", sagte Laschet. "Mein Ziel ist das Führen und Zusammenführen." Er wolle "eigene Ideen umsetzen – aber im Dialog mit allen, die mitwirken".
Laschet hatte sich bereits am vergangenen Samstag in der Digitalwahl auf dem Parteitag gegen seine beiden Mitbewerber durchgesetzt. Aus juristischen Gründen musste sein Sieg aber noch in einer brieflichen Schlussabstimmung bestätigt werden. Das war eine Formsache – Laschets Name stand als einziger auf dem Wahlzettel. Merz und Röttgen waren bei der Briefwahl – wie zuvor unter den drei Kandidaten vereinbart – nicht mehr angetreten.


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