Im Mittelmeer droht ein neuer Grenzkonflikt

Athen will Hoheitsgewässer ausweiten – Schritt völkerrechtlich unstrittig – Fundamentaler Streit mit Türkei könnte Folge dieser Politik sein

Athen. Für den griechischen Außenminister Nikos Dendias ist es ein "historischer Moment": Erstmals seit 1947, als mit dem Pariser Friedensvertrag die Inselgruppe des Dodekanes von Italien an Griechenland überging, erweitert Griechenland jetzt sein Staatsgebiet. Die Hoheitszone soll im ionischen Meer von sechs auf zwölf Seemeilen (22 Kilometer) erweitert werden. Das betrifft zwar den Nachbarn Türkei nicht unmittelbar, könnte aber dennoch Ankara aufbringen. Das griechische Parlament verabschiedete am Mittwochabend ein entsprechendes Gesetz mit großer Mehrheit. Mit der Ausweitung der Hoheitsgewäs...


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