"Kein Wunder, dass kaum noch jemand zuhört"

Der Historiker Michael Wolffsohn kritisiert Bundespräsident Steinmeier für die"immergleichen Worte" in Yad Vashem.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beim Holocaust-Forum zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren in Yad Vashem als erstes deutsches Staatsoberhaupt eine Rede gehalten. Ein Geschenk und eine Gnade wie er gesagt hat?
Michael Wolffsohn: Weder noch und wieder zu viele große Worte. Das gilt für die gesprochenen Worte sowie für die Körpersprache nicht nur des Bundespräsidenten beim Reden. Es sind zudem die immergleichen Worte, also deren Inflationierung. Damit werden sie wertlos. Kein Wunder, dass kaum noch jemand zuhört.




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