Die Gewinner und Verlierer des SPD-Parteitags

Die SPD hat sich auf dem Bundesparteitag neu aufgestellt und das Machtgefüge geändert.

DIE GEWINNERNatürlich sind die neuen Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans auf den ersten Blick die Ge-winner des Parteitags. Nach ihrem Überraschungserfolg im Mitgliederentscheid wurden die Bundestagsabgeordnete (58) und der frühere NRW-Finanzminister (67) von den Delegierten mit 75,9 und 89,2 Prozent offiziell gewählt. Gleich an Tag Eins nach ihrer Wahl war es dann auch schon wieder vorbei mit der Harmonie und der zuvor beschworenen Geschlossenheit. Bei der Vorstandswahl gab es reihenweise Dämpfer für das Führungsestablishment. Doch folgten die Delegierten schließlich dem neuen Kurs und dem Linksschwenk des Führungsduos mit den Forderungen Abkehr von der Schwarzen Null und Schuldenbremse, Wiedereinführung der Vermögensteuer, Sozialstaatspaket mit einer Abkehr von Hartz IV und der Agenda 2010, Mindestlohn von 12 Euro. Laut einer Emnid-Umfrage legt die SPD mit dem neuen Führungsduo auf 16 Prozent zu. Walter-Borjans und Esken müssen jetzt liefern, sonst droht der SPD das Aus.


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