"Mehr Toleranz für andere Meinungen"

FDP-Chef Christian Lindner warnt, dass man mit Aussagen nicht links der Mitte schnell in die Rechtfertigungsfalle gerate, das aber nutze am Ende der AfD.

Die GroKo mache den Soli zu einer Strafsteuer für Mittelstand und Leistungsträger, kritisiert FDP-Chef Christian Lindner. −F.: dpa
Die GroKo mache den Soli zu einer Strafsteuer für Mittelstand und Leistungsträger, kritisiert FDP-Chef Christian Lindner. −F.: dpa

Herr Lindner, Sie haben Auftrittsverbot an der Hamburger Universität. Warum sind Sie dort nicht willkommen?
Christian Lindner: Mir ist das nicht erklärlich. Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und Juso-Chef Kevin Kühnert sind an der Hamburger Uni aufgetreten, um ausweislich der Plakate nicht wissenschaftliche Vorträge zu halten, sondern politische Debatten zu führen. Ich hingegen darf eine Einladung unserer Liberalen Hochschulgruppe nicht annehmen, obwohl ich mich bei meinen zahlreichen Auftritten an Unis immer um eine gewisse Objektivität bemühe, wie man auf Videos sieht. Da wird offenbar mit unterschiedlichem Maß gemessen. Die Studierendenschaften haben ein allgemeinpolitisches Mandat. Sie dürfen deshalb Mandatsträger einladen. Vielleicht gibt es ein Problem mit Meinungen, die nicht links von der Mitte liegen? Hamburgs grüne Wissenschaftssenatorin sollte sich hier einschalten.


Sie wollen einmalig die Ausgabe mit dem Bericht kaufen?
Hier geht es zu der gewünschten Ausgabe im Online-Kiosk.