"Alle müssen sich dem Problem stellen"

Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), sieht in der Konferenz zum Missbrauch einen Anfang zur Aufklärung. Der Wille hierzu sei jedoch nicht überall gleich stark ausgeprägt.

Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees
der deutschen Katholiken (ZdK), sieht in der Konferenz zum Missbrauch einen Anfang zur Aufklärung. Der Wille hierzu sei jedoch nicht überall gleich stark ausgeprägt.

"Herausstehlen" nicht möglich: ZdK-Präsident Thomas Sternberg begrüßt den Aufklärungswillen der katholischen Kirche.
"Herausstehlen" nicht möglich: ZdK-Präsident Thomas Sternberg begrüßt den Aufklärungswillen der katholischen Kirche.

Papst Franziskus will den Missbrauch in der katholischen Kirche bekämpfen. Was erwarten Sie von der Konferenz im Vatikan?
Thomas Sternberg: Jetzt kann sich keine Bischofskonferenz der Welt mit der Behauptung herausreden, bei ihr gebe es keinen Missbrauch. Es sind immer mehr katastrophale Fälle aufgetaucht. Die Bistümer müssen sich weltweit diesem Problem stellen. Es ist gut, dass es die Konferenz gibt, dass sich die Kirche als Weltkirche diesem Problem überhaupt stellt. Das ist keine nationale Frage. Keine Bischofskonferenz kann sich da mehr herausstehlen. Da wird es schon sehr wichtige Weichenstellungen geben. Doch das kann nur ein Anfang sein. Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen und den Opfern geholfen, sie entschädigt werden. Und das weltweit. Es ist wichtig, dass bei dieser Konferenz in Rom der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz deutlich wird. Alle müssen sich dem Problem stellen.


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