Alle Wege führen zum elektrischen Fahrzeug

Die Autoindustrie ist im Wandel. Die Zukunft im Individualverkehr sieht Markus Duesmann, Vorsitzender der Audi AG, in der E-Mobilität. Nachhaltigkeit "ist für uns kein Nice-to- Have", sagt er.

Audi bringt bereits ab 2026 nur noch reine E-Modelle neu auf den Markt. Bedeuten E-Fahrzeuge schon ,grüne Mobilität’?
Markus Duesmann: ‚Grüne’ Mobilität hat verschiedene Aspekte. Fest steht, dass das elektrische Fahren der effizienteste Weg ist, den Verkehr CO2-emissionsfrei zu machen. In erster Linie dann, wenn E-Autos mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden. Gleichzeitig starten E-Autos mit einem größeren Rucksack in die Nutzungsphase, weil ihre Herstellung energieintensiver ist. Da setzen wir an und reduzieren CO2 über den gesamten Produktlebenszyklus. Beispielsweise durch CO2-neutrale Fertigung oder Einsatz von Grünstrom bei der Batterie-Produktion. Entscheidend dafür, wie ,grün‘ E-Mobilität ist, ist also auch die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien. Deshalb ist es wichtig, den Ausbau massiv zu beschleunigen.
Was ist aus Ihrer Sicht beim Thema Batterien in Zukunft zu erwarten?
Duesmann: Erstmal ist es wichtig, dass wir eine Batterie so lange wie möglich im Einsatz halten, bevor wir sie recyceln. Denn selbst wenn sie für den Einsatz in E-Autos nicht mehr geeignet ist, hat sie noch eine hohe Restkapazität, die für andere Zwecke völlig ausreichend ist. Zum Beispiel für unsere eigenen Ladestationen, die Audi charging hubs. Hier bekommen ausgediente Auto-Batterien als Pufferspeicher ein zweites Leben. Generell tut sich in der Entwicklung gerade sehr viel. Ich gehe davon aus, dass wir bei zukünftigen Batterie-Generationen den Anteil seltener Erden deutlich reduzieren können.


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