Der Pulsmesser aus Hinterschmiding

Small Talk mit Welt-
meistern, Handshake mit Präsidenten und ein Arbeitsplatz auf
den beliebtesten
Rennstrecken weltweit. Andreas Seidl (46) aus Hinterschmiding im Bayerischen Wald ist
in der Formel 1 ganz vorne dabei. Wir haben den Teamchef
von McLaren an
einem Rennwochen-
ende besucht.

Der Arbeitstag beginnt oft gegen acht und endet nicht selten um 22 Uhr. Zwölf Stunden und mehr ist Andreas Seidl regelmäßig an der Rennstrecke beschäftigt. Von Donnerstag bis Sonntag. "Die Formel 1 ist knallhart", gesteht der 46-Jährige. Die Heimatzeitung empfängt er im Motorhome seines Rennstalls. Jedes der zehn Formel-1-Teams betreibt so ein mobiles Gebäude aus Metall und Glas, das im Fahrerlager an der Strecke aufgebaut wird. Nur Teammitglieder, Medienvertreter und Gäste haben Zugang zum sogenannten Paddock und den Motorhomes. Wenn Weltstars wie Sylvester Stallone oder Zlatan Ibrahimovic durch die Boxengasse schreiten und vor etlichen Kameras die Hände der Protagonisten schütteln, ist das aber nur die schillernde Fassade der Königsklasse des Motorsports. Dahinter läuft ein gnadenloser Kampf um hundertstel Sekunden. Darum geht es Andreas Seidl aus Hinterschmiding (Landkreis Freyung-Grafenau). Die Show rund um die Rennen nimmt der Niederbayer in Kauf, weil sie zu seinem "Traumjob" gehört, wie er im unverkennbaren Waidler-Dialekt immer wieder betont.


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