Tagsüber friedlicher Protest, abends Randale

Trotz Corona sind in Berlin am 1. Mai Tausende durch die Straßen gezogen – überwiegend friedlich. Doch am Abend gerieten Polizei und Demonstranten heftig aneinander.

Gewalt, Hass und Ignoranz hätten keinen Platz in der Gesellschaft, weder am 1. Mai noch an einem anderen Tag. Mit klaren Worten hat Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, die gewalttätigen Ausschreitungen bei einer Demonstration am Samstagabend in Berlin-Neukölln verurteilt. "Ich habe kein Verständnis, wenn einige Gewaltbereite die angespannte und schwierige Lage ausnutzen und Polizistinnen und Polizisten angreifen, zündeln und damit auch viele friedlich demonstrierende Menschen gefährden", sagte der SPD-Politiker gestern. Er zollte den Einsatzkräften Respekt, "die an diesem Tag unter den schwierigen Bedingungen in einer Pandemie die Kontrolle über die Lage nicht verloren haben", so der Bürgermeister. "Die vielen verletzten Einsatzkräfte sind eine bittere Bilanz, die mich wütend macht." Mindestens 93 Beamte sind laut Innenverwaltung verletzt worden. Es kam zu über 350 Festnahmen.


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