InterviewParteienforscher: Größtes Risiko für die Grünen liegt im Wahlprogramm

Die Entscheidung zeige, dass die Grünen mit Realpolitik in den Wahlkampf ziehen, sagt Parteienforscher Prof. Jürgen Falter von der Universität Mainz.

Was bedeutet die Entscheidung für Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen für die Partei?
Jürgen Falter: Inhaltlich richtungsweisend ist sie nicht. Baerbock und Robert Habeck liegen, was ihre politische Orientierung angeht, nicht weit voneinander entfernt. Die Richtung der Partei wird ohnehin stärker vom Wahlprogramm vorgegeben. Und das zeigt, dass die Grünen entschlossen mit einem in Teilen links-ökologischen Kurs und einer Realpolitikerin an der Spitze in den Wahlkampf ziehen wollen.


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