Mit schmutzigen Tricks zur zweiten Amtszeit

Drei Monate vor den Wahlen spricht wenig dafür, dass Donald Trump von den Amerikanern in eine zweite Amtszeit geschickt wird. Doch der Präsident könnte versuchen, mit miesen Methoden an der Macht zu bleiben.

Kein Tag vergeht, an dem der Möchtegern-Autokrat nicht mit etwas Neuem droht. Einmal denkt Donald Trump laut darüber nach, die Wahlen am 3. November wegen der Pandemie zu verschieben. Dann bringt der US-Präsident die Möglichkeit eines Dekrets ins Spiel, mit dem er die Briefwahlen einschränken will. Und immer wieder beschwört er Unregelmäßigkeiten und Manipulationen am Wahltag. Dem Land stünden die "korruptesten Wahlen" in der Geschichte bevor.
Es gibt gute Gründe, jeden einzelnen Punkt als Spinnerei abzutun. Denn zum einen hat der Präsident laut Verfassung keine Macht, den Wahltermin zu verschieben. Zum anderen obliegt es den 50 Bundesstaaten, die Durchführung der Wahlen in den rund 9000 Wahlkreisen zu überwachen.
Doch dem Präsidenten geht es um etwas anderes. Er will das Vertrauen der Amerikaner in ihr Wahlsystem untergraben. Dafür behauptet er beinahe täglich ohne jeden Beleg die unglaublichsten Dinge über gefälschte Wahlzettel, Stimmen von Personen, die nicht wählen dürfen, und überforderte Postämter.


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