Kleines Wunder und großer Schmerz

Nur zwei Jahre nach dem Einsturz der Morandi-Brücke wird der neue Viadukt in Genua eingeweiht. Ein Grund zum Feiern ist das nicht, finden die Angehörigen der 43 Todesopfer.

Sie werden alle kommen am Montag. Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella, er soll als erster in der Limousine über die Brücke fahren und dann das Einweihungs-Band zerschneiden. Ministerpräsident Giuseppe Conte und Mitglieder seines Kabinetts werden da sein. Genuas Bürgermeister Marco Bucci und der gesamte Stadtrat ebenfalls. Journalisten aus aller Welt werden die Einweihung der neuen Autobahnbrücke in Genua dokumentieren. Es soll ein Fest sein, ein Freudentag. Eine 1067 Meter lange Autobahnbrücke, 19 Pfeiler, neu gebaut in nicht einmal 12 Monaten. Italien hat ein kleines Wunder vollbracht.


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