Odyssee in den Dschungel geglückt

Seit Beginn der Corona-Pandemie sitzt Miriam Dirnberger in Brasilien fest. Dreimal versuchte die junge Frau aus Oberbayern nach Hause zu fliegen – vergeblich. Weil das Leben in der Millionenstadt Belém zu gefährlich wurde, baut sie jetzt auf einer Finca in den Bergen Obst und Gemüse an.

Es ist stockdunkle Nacht, als die Bad Reichenhallerin Miriam Dirnberger (25) und ihr Freund Renan (29) ihr Ziel erreichen: die Finca seines Großvaters in den Bergen von Rio de Janeiro. Zwei Tage lang sind sie Ende April unterwegs, zu Fuß, per Anhalter und schließlich mit dem Moped. Auf den letzten Metern wären sie um ein Haar in einen umgestürzten Telegrafenmasten gerumpelt, der die Straße blockierte, doch schließlich stehen sie vor ihrem neuen Zuhause. Rundherum nur Dschungel, in dem Tiere leben – nicht zu sehen, aber zu hören. Die Finca entpuppt sich als morsches Holzhaus, monatelang unbewohnt, dreckig und baufällig. Eine hochgiftige Lanzenotter hat es sich über dem Eingang im Dachgebälk gemütlich gemacht. Die Schlange entdeckt das Paar jedoch erst am nächsten Morgen.


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