Deutschland, deine Kinder

Heute ist Weltkinder-tag. Das Statistische Bundesamt hat dazu einige Fakten zusammengetragen.

Kinder, Kinder: Mehr als zehn Millionen Menschen unter 14 Jahren leben in Deutschland. Auf ihre Rechte und Bedürfnisse soll am heutigen 20. September der Weltkindertag aufmerksam machen. Hilfsorganisationen wie Unicef Deutschland oder das Kinderhilfswerk machen sich dabei unter dem Motto "Wir Kinder haben Rechte!" für die Belange von Buben und Mädchen stark. Daten und Zahlen über Kinder sammelt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.
Buben in der Überzahl: Nach den Erhebungen der Wiesbadener Behörde werden in Deutschland mindestens seit 1946 mehr Buben als Mädchen geboren. Warum das so ist, können die Mathematiker nicht erklären. Im Jahr 2018 waren unter den 787523 Neugeborenen 404052 Buben und 383471 Mädchen. Das entsprach einem Anteil männlicher Babys von rund 51,3 Prozent.
Musterkinder: Der typische Junge in Deutschland heißt Paul. Seine Eltern sind verheiratet und umsorgen ihn zu Hause, bis er zwei Jahre alt ist. Dann geht er in die Kindertagesbetreuung. Mit sechs Jahren hat er einen Bruder oder eine Schwester – die hört dann auf den Namen Marie. Aber zum Glück ist das Leben natürlich vielfältiger, als es eine Statistik ausdrücken kann...
Lieblingsnamen: Bei den Vornamen für Babys in Deutschland hat es in den letzten Jahren kaum große Veränderungen gegeben. 2018 führten Paul, Alexander, Maximilian, Elias und Ben die Hitliste der männlichen Vornamen an. Bei den Mädchen waren Marie, Sophie, Maria, Sophia und Emilia besonders beliebt. Die Spitzengruppe der Mädchennamen blieb damit im Vergleich zu 2017 unverändert, bei den Buben tauschten Paul und Maximilian die Ränge. Die Gesellschaft für deutsche Sprache wertet für die Statistik mehr als eine Million Einträge der Standesämter aus – das Statische Bundesamt selbst hat dazu keine Daten.
Kuschelherbst: Im Sommer kommen statistisch gesehen und auf Monate gerechnet die meisten Kinder zur Welt. In den Jahren 2017 und 2018 wurde die Geburtenspitze im Juli erreicht, im Jahr 2016 im August. Das spricht für Frühlingsgefühle in den Herbstmonaten. Übrigens: Die wenigsten Kinder wurden in den vergangenen Jahren in Deutschland im Februar geboren – neun Monate nach den Frühlingsmonaten.
Frühe Erziehung: Bis zu einem Alter von zwei Jahren werden die meisten Kinder in Deutschland noch von ihren Eltern betreut, nur rund ein Drittel besucht eine Tageseinrichtung. Vom dritten Lebensjahr an bis zum Schuleintritt ändert sich dies grundlegend: 93 Prozent aller Kinder in diesem Alter besuchten 2018 einen Kindergarten. Die höchste Betreuungsquote erreichen die Länder Rheinland-Pfalz und Thüringen (beide 96 Prozent), Schlusslichter sind die norddeutschen Stadtstaaten Bremen (88,4 Prozent) und Hamburg (89,5). − dpa


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