Im "sündigen Dorf" fing alles an

Ruhpolding galt einst als "sündiges Dorf". Nach dem Zweiten Weltkrieg strömten die Urlauber, meist weiblich, in den beliebten Talkessel am Rauschberg, wurden mit urbajuwarischem Brauchtum vertraut gemacht und fühlten sich hier so richtig wohl. Die 7000 Einwohner zählende Gemeinde im Landkreis Traunstein war absolut Vorreiter im Oberbayern- Tourismus. Heute boomen fast alle Gemeinden rundherum und profitieren vor allem vom Chiemsee.

Herbert Ohl war Bürgermeister in Ruhpolding von 1978 bis 1996. Über den Tourismus in seiner Gemeinde kann der heute 87-Jährige stundenlang plaudern. Als jüngst die "Bild am Sonntag" über die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Ruhpolding berichtete und die Reportage mit dem provokanten Satz "Im sündigen Dorf Ruhpolding lernte man, wie Urlaub geht", betitelte, da musste er schon etwas schmunzeln. Und trotzdem: Ohl bestätigte den steilen Weg zu Bayerns Ferienziel Nummer eins mit all seinen schillernden Facetten. Ruhpoldings Bahnhof hatte sieben GleiseJa, da gab es den Zeller Sepp, der die Damen q...




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