"Ich darf gar nicht an die Zukunft denken"

Immer mehr Smartphones und Elektro-Mobilität, parfümierte Textilien und Menschen: Was die meisten von uns als Fortschritt empfinden, macht Hypersensiblen in Sachen Wellen und Chemikalien – EHS- und MCS-Kranken – das Leben schwer.

Immer mehr Smartphones und Elektro-Mobilität, parfümierte Textilien und Menschen: Was die meisten von uns
als Fortschritt empfinden, macht Hypersensiblen in Sachen Wellen und Chemikalien – EHS- und MCS-Kranken – das Leben schwer.

Die Sonne strahlt an diesem warmen Herbsttag. Die verfärbten Blätter rauschen im Wind. Heiteres Kindergeschrei ist in etwas Entfernung zu hören. Claudia* kann das alles nicht erfreuen. Niedergeschlagen sitzt sie am Café-Tisch in Pfarrkirchen, das Wasserglas fest umklammert. "Ich darf gar nicht an die Zukunft denken. Eigentlich bin ich nicht lebensmüde, war immer ein fröhlicher Mensch. Aber wenn man sich jeden Tag quälen muss, dann denkt man schon, dass man das nicht mehr lange aushalten kann." Seit über zehn Jahren leidet die 55-Jährige an MCS und EHS: Multiple Chemikaliensensibilität und Elektro-Hypersensibilität. Sie ist umweltkrank. Parfüms, Rauch, W-LAN, Handys – nahezu alles macht Claudia zu schaffen, sagt sie. Aussicht auf Besserung gibt es nicht.


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