Skandal – oder normal?

Versuche mit Affen und der Verdacht, an Menschen experimentiert zu haben: Die Autoindustrie erlebt gerade einen neuen Image-Schaden.

Versuche mit Affen und der Verdacht, an Menschen experimentiert zu haben: Die Autoindustrie erlebt gerade einen neuen Image-Schaden.

Eine Forschungsvereinigung deutscher Autobauer hat eine Studie an der Universität Aachen finanziell gefördert, die die Wirkung von Stickstoffdioxid (NO2) auf den menschlichen Körper untersucht. NO2 ist der Schadstoff, dessen Messwerte von Volkswagen in den USA jahrelang manipuliert worden waren. Das ließ doppelt aufhorchen. In Aachen ging es darum, Auswirkungen verschiedener NO2-Konzent-rationen auf die Gesundheit zu testen. Dafür verbrachten 25 Probanden, wohl in erster Linie Studenten, jeweils drei Stunden in einem rund 40 Quadratmeter großen Versuchsraum, in den das Gas eingeleitet wurde. Institutsleiter Thomas Kraus erklärte, die Konzentrationen seien vergleichbar mit der in der Umwelt vorhandenen gewesen. Die Probanden hatten ihrer Teilnahme schriftlich zugestimmt. Die Forscher nahmen unter anderem Lungenfunktion und Blutwerte unter die Lupe. Dabei stellten sie fest, dass die Daten keine "beträchtlichen akuten Negativwirkungen" nahelegten.


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