Das Arztbild wieder in den Vordergrund rücken

Zum ersten Mal steht ein Passauer an der Spitze des bayerischen Landesverbandes des Hartmannbunds. Warum der Arzt Wolfgang Gradel (65), der in Passau eine Praxis betreibt, darauf zu Recht stolz ist und was er für die über 70 000 Ärztinnen, Ärzte und Studierende erreichen möchte, verrät er im Passauer Gespräch.

Bayerischer Landesvorsitzender des Hartmannbunds, das hört sich nach viel Arbeit an. Haben Sie künftig noch genügend Zeit für Ihre Patienten?
Gradel: Das bin ich die letzten Tage schon oft gefragt worden. Aber ich kann Sie beruhigen. Meine Patienten müssen sich keine Sorgen machen. Im Gegenteil. Ich habe jetzt sogar etwas mehr Freiraum als früher. Denn die vergangenen acht Jahre war ich stellvertretender Landesvorsitzender und habe schon viel für den Hartmannbund organisiert. Jetzt habe ich den Vorteil, dass mir ein Mitarbeiterstab zur Seite steht. Außerdem finden die Veranstaltungen immer nur am Wochenende statt. Und, was ganz wichtig ist: Ich werde unterstützt durch ein erfahrenes Vorstandsteam, angereichert durch viele junge Kolleginnen und Kollegen.

Arzt aus Leidenschaft

Warum haben Sie sich für das Amt beworben?
Ich bin Mitglied beim Hartmannbund seit dem Studium. Für mich war Arzt-Sein schon immer mehr als nur ein Beruf. Für mich ist das auch Leidenschaft. Deshalb wollte ich schon immer etwas für die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen tun. Dass ich jetzt an die Spitze des Bayerischen Landesverbands gewählt wurde, freut mich sehr. Ebenso, dass ich bei der Hauptversammlung Anfang November wieder in den geschäftsführenden Bundesvorstand gewählt wurde, in dem ich die bayerischen Interessen vertreten werde.


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