Herrn Engls Gespür für Erde

Karl-Friedrich Engl (59) folgt seiner Berufung. "Rettet den Boden"
hat ihm der Herrgott aufgetragen. Engl nimmt ihn beim Wort. Er macht aus Grünabfall Erde – und wird das wohl auch noch tun, wenn er längst in Rente ist.

Es schüttet in Strömen. Wir stehen am Betriebsgebäude vom Kieswerk Zöls in Voglarn bei Fürstenzell. Karl-Friedrich Engl hängt sich eine Kapuzenjacke provisorisch über den Kopf, schnappt sich zwei grasgrüne, leere Plastik-Eimer und stapft energisch die aufgeweichte Sandstraße zu den Abbaugruben hinauf. An einem haushohen Berg Erde setzt er die Eimer ab und taucht seine Hände behutsam in das feuchte Erdreich. Er lässt es durch die Finger in die Eimer rieseln, begutachtet die feine Körnung. "Schön locker und flauschig, das macht der Holzfaserstoff", erklärt er zufrieden. Er wird die Qualität auch im Labor prüfen lassen. Doch Dank seiner Gabe, mit allen Sinnen den Boden zu "lesen", weiß er : Alles in Ordnung. Seit knapp 30 Jahren macht Karl-Friedrich Engl Erde. Für sie hat er ein untrügliches Gespür. Sie ist sein Element, seine Berufung. Ausleben kann er diese Berufung bei der BBG Donau-Wald, der "grünen Schiene" in der kommunalen Abfallverwertung in der Stadt Passau und vier benachbarten Landkreisen. Produktentwickler, Qualitätsmanager und Vertriebsleiter nennt Engl sich dort.


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