"Das Schöne war die Abwechslung"

Mathias Holzner hat
in Urwies ein außergewöhnliches Sport-"Museum"
gestaltet. Dazu hat er
das Geschäft seiner
Eltern umfunktioniert.

Urwies. Sein bestes Stück, sagt er, ist ein grün-weißer Rennanzug: Diesen trug Biathlet Peter Angerer bei seinem Olympiasieg 1984 in Sarajevo. Er hat ihn Mathias Holzner vor vielen Jahren geschenkt. Jetzt kommt dieses außergewöhnliche Exponat erstmals richtig zur Geltung. Denn in Urwies hat der Vielseitigkeitssportler – mit 56 Jahren mittlerweile im Herbst seiner Karriere angekommen – aus dem ehemaligen Raumausstatter-Geschäft seiner Eltern ein kleines Sport-Museum gemacht. Unter unzähligen, zumeist für seine eigene Sportler-Laufbahn genutzten Utensilien nimmt der Angerer-Rennanzug eine außergewöhnliche Position ein – ist er doch Zeuge einer hochinteressanten Phase deutscher Sport-Geschichte einige Jahre vor der Wende.

Aus Kisten im Kellerrein ins Museum

Rennräder und Mountainbikes, Langlauf- und Alpin-Ski, Athleten-Kleidung der unterschiedlichsten Art, Trikots und Startnummern, Medaillen und Pokale im Überfluss, dazu hunderte Bilder sowie unzählige weitere Erinnerungen hat Mathias Holzner über all die Jahre seiner sportlichen Karriere aufbewahrt – und nun fein säuberlich sortiert und aufgebaut. Bislang fristete das alles ein trauriges Dasein, lagerte in Kisten im Keller, am Dachboden in seiner oder der elterlichen Wohnung. Als Holzners Vater Georg im November 2017 starb und das Geschäft aufgegeben wurde, reifte langsam die Idee, all die Stücke hervorzuholen und entsprechend zu würdigen. Nach rund zweijähriger Arbeit ist mittlerweile ein besonderes Schmuckstück rund 40-jähriger Holzner‘scher Sport-Geschichte herausgekommen.


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