InterviewWerkleiter und Pflegeleiter des Klinikums Passau zu anonymen Vorwürfen an Klinikum und Gesundheitspolitik

In einem anonymen Brandbrief werden dem Klinikum Passau und der Gesundheitspolitik schwere Vorwürfe gemacht. Laut eigener Aussage sind die Verfasser des Texts Pflegekräfte des Klinikums. Sie beschreiben schier unerträgliche Arbeitsbedingungen, mangelnde Unterstützung durch die Leitung und den immer eklatanter werdenden Mangel an Personal. Die PNP hat Werkleiter Stefan Nowack und Pflegedirektor Christian Maier mit der Kritik konfrontiert.

Wie haben Sie reagiert, als Sie den anonymen Brief gelesen haben?
Stefan Nowack: Wenn man so was liest, wohnen mehrere Seelen in der Brust. Einige Punkte kann ich nachvollziehen. Bei anderen denke ich aber, dass sie falsch und unfair sind. Es ist auch etwas Enttäuschung dabei, weil ich denke, dass wir hier im Klinikum einen sehr vertrauensvollen Umgang pflegen. Man kann sich sowohl an Herrn Maier als auch an mich wenden. Der direkte Kontakt wäre besser, als über Bande und Presse zu spielen.
Christian Maier: Es macht einen schon betroffen, wenn man so was liest. Ich habe mich gefragt: Ist das ein Meinungsbild aus den Corona-Stationen oder eine Einzelmeinung? Natürlich recherchiert man dann und spricht mit den Stationsleitern. Da wurde mir schnell klar, dass der Brief nicht das große Meinungsbild widerspiegelt.


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