Sportlich und solidarisch durch die Krise

Die Corona-Pandemie hat den bayerischen Sportvereinen einen erheblichen Mitglie- derschwund einge- brockt. In der Region sind die Auswirkungen – zahlenmäßig – aber vergleichsweise gering.

Der Bayerische Landessportverband (BLSV) meldet für 2020 einen Rückgang um rund 100 000 Mitglieder in seinen rund 12000 Sportvereinen – auf insgesamt 4,53 Millionen. Bei den Kindern und Jugendlichen beklagt man einen Einbruch um bis zu fünf Prozent. Der Deutsche Olympische Sportbund hatte zuvor bereits erklärt, dass bundesweit binnen eines Jahres rund eine Million Sportler ihre Vereine verlassen hätten. Umso dankbarer sind die heimischen Funktionäre für den Rückhalt und die Treue ihrer Mitglieder. Die sechs Sportvereinsvorstände, die die Heimatzeitung befragt hat, berichten von relativ stabilen Zahlen.

Tennis ist in Corona-Zeiten ein Mitgliedermagnet

• TSV Altenmarkt: "Wir sind wirklich froh, dass wir langsam wieder loslegen dürfen", sagt Vereinschef Stefan Gulden mit Blick auf die ersten Aktivitäten, etwa das am Montag angelaufene Kleingruppentraining der Nachwuchsfußballer. Denn: Seit diesem Jahr verzeichne man angesichts des still stehenden Sportangebots keine Neueintritte mehr. 2020 hatte man die übliche Zahl von rund 100 Austritten noch einigermaßen kompensieren können. "Vor allem unsere Tennissparte hatte einigen Zulauf", so Gulden. Deshalb habe sich der Mitgliederstand des TSV nur um rund 40 auf circa 1050 reduziert. Auf Dauer sei es aber nicht durchzuhalten, wenn so zugkräftige Abteilungen wie Fußball oder Turnen keinen Nachschub mehr bekommen und Hallensportarten wie Taekwondo oder Badminton brach liegen. Neben den Mitgliedsbeiträgen fehlten auch Eintrittsgelder und Sponsoreneinnahmen, etwa durch die Stadionzeitung der Fußballer.


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