Das Holzfass als Konstante

Das zweite Jahr in Folge muss die Altöttinger Hofdult pausieren, doch Festwirte und Standbetreiber machen weiter und lassen sich nicht unterkriegen. An jedem Tag, an dem die Dult heuer wäre, erzählen sie, wie es ihnen geht und was sie mit dem Fest verbinden. Den Anfang macht die Festwirtsfamilie Hell.

Altötting. Die Änderung muss warten, und das schon seit eineinhalb Jahren. Eigentlich wollte der heute 26-jährige Sebastian Hell 2020 so richtig einsteigen ins Altöttinger Dultgeschäft. Als Festwirt im großen Hellbräu-Zelt und zusätzlich mit seiner Hofdult-Alm, dem Ersatz fürs Weinzelt. Der gelernte Hotelfachmann war drauf und dran, nach den Wanderjahren als Geselle Vollzeit im Familienunternehmen aufzugehen. Die Dult, den Kirta, das Töginger Volksfest organisieren, das Personal verwalten, die Gastronomie koordinieren, halt ein echter Festwirt sein. Dann aber kam Corona. Und statt Festzelt hieß es für Sebastian Hell die Schulbank drücken. "Ich habe die Zeit sinnvoll genutzt und an der Steigenberger-Akademie in Bad Reichenhall meinen Hotelfachmeister gemacht", erzählt er. Vor zwei Wochen schloss er die Weiterbildung erfolgreich ab. Damit will er den neuen Vollzeit-Job im Familienunternehmen noch besser meistern können, künftig vielleicht wieder stärker auf die Gastronomie setzen, und wer weiß, vielleicht ein weiteres Hotel in Altötting etablieren. Sebastian Hell will sehen, was sich machen lässt.


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